Iris Kettner
Parallel zu meiner bildhauerischen Arbeit entstehen kontinuierlich meine Zeichnungen. In ihnen manifestieren sich zum ersten Mal Gedanken und Ahnungen in einem Material.
Sie sind für mich ein ideales Medium, um unbefangen und direkt an neue Bildideen zu gelangen. Viele der Zeichnungen stehen für mich völlig eigenständig da, unabhängig von meiner dreidimensionalen Arbeit.
Manche der Zeichnungen erscheinen mir auch wie ein Reservoir an Ungereimtheiten, die sich aus mir heraus einen ersten Weg auf das Papier gebahnt haben. Sie warten darauf von mir enträtselt zu werden, ich erkenne ihren Sinn noch nicht.
Es gibt natürlich auch die Form von Zeichnungen, die wie eine Skizze, vorbereitend für eine Skulptur wirken und fast schon eins zu eins umgesetzt werden.
In meinen Zeichnungen forme ich das, was ich wahrgenommen habe: dabei verschmelzen verschiedene Realitäten, eine Synthese aus Erlebnissen, Geschichten, Erzählungen und Alltagsbildern bildet das Vokabular. Meine bildhauerische Arbeit wirkt wiederum zurück auf die Bildwelt der Zeichnungen.
Beides - Skulpturen und Zeichnungen - entstehen in einem engen Zusammenspiel und befruchten sich gegenseitig.
Iris Kettner





